Rote Bete selbst eingelegt

Einen schönen 1. Advent wünsche ich Euch! Heute gibt es kein Plätzchenrezept, sondern eher etwas Herzhaftes, das ihr gut nach einem süßen Adventskaffee gebrauchen könnt. Da es bei uns am Abend Raclette, frisches Kartoffelbrot und dazu sauer eingelegtes Gemüse gibt, möchte ich Euch an dieser Stelle gern zeigen, wie einfach und schnell Rote Bete selbst eingelegt werden kann.

Rote Bete ist ein Gemüse, mit dem viele Menschen auf Kriegsfuß stehen. Häufig schmeckt sie zu erdig, oder einfach nach nichts. Darum ist es für viele eine Alternative, Rote Bete sauer eingelegt im Glas zu kaufen. Oft wird diese dann aber mit Süßstoff und Aromen versetzt angeboten, so dass ich sie inzwischen auch immer seltener kaufe. Sie dann letztlich auch mal selbst einzulegen, war eher eine zufällige Geschichte.

Ein liebe Arbeitskollegin hat in diesem Jahr ihr eigenes Gemüsefeld bepflanzt, und dazu gehörten auch Rote Bete. Es war eine gute Saison, und so fragte sie mich, ob ich nicht auch etwas mit den roten Knollen anfangen könne. Als am Ende dann ein großer Beutel in unserer Küche stand, war ich mir erst etwas unschlüssig, wozu wir sie am besten verarbeiten könnten. Als Ofengemüse haben wir sie schon oft gemacht, also musste endlich mal die eingelegte Variante her!

Nach einigem Recherchieren ist dieses Rezept aus unterschiedlichen Ideen entstanden, und es hat auf Anhieb geklappt.

Zutaten (für ca. 6 mittelgroße Gläser):

ca. 1,5 kg Rote Bete (hier: 6 mittlere Knollen)

0,5 l Weißweinessig

1 l Wasser

2 EL Meersalz

5 EL Rohrzucker (wenn es süßer sein soll, einfach mehr nehmen)

2-3 EL Honig

2 EL Einlegegewürz (z.B. von Sonnentor)

1 Knoblauchzehe

1 getrocknete Peperoni

2 Lorbeerblätter

1 TL schwarze Pfefferkörner

400g weiße Zwiebeln

(getrocknete Dilldolden)

 

Zu Beginn einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und die gewaschene aber ungeschälte Rote Bete hineingeben. Je nach Größe brauchen die Knollen 45-60 Minuten. (Wer weniger Zeit hat, kann sie auch bereits fertig vorgegart im Vakuumbeutel kaufen.)

In der Zwischenzeit den Essigsud vorbereiten. Dazu in einen Topf alle anderen Zutaten (abgesehen von den Zwiebeln) geben und aufkochen lassen. Abschmecken nicht vergessen – sollte etwas zu süß schmecken!

Den Backofen auf 120°C aufheizen, und die ausgewaschene Marmeladen- oder Einmachgläser auf den Ofenrost stellen. Die Deckel ebenfalls nicht vergessen, und dann für ca. 15 Minuten im Ofen lassen. So werden alle Keime abgetötet, und die Gläser sind steril.

Ist die Rote Bete gar, Wasser abgießen, und die noch heißen Knollen mit einem Messer schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Achtung: Rote Bete färben sehr stark, daher am besten Einweghandschuhe benutzen!

Die Zwiebeln schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Dann die Gläser aus dem Ofen nehmen, abwechselnd Zwiebeln und Rote Bete hinein schichten und am Schluss noch mit dem Essigsud gut bedecken. Ruhig auch von dem Einlegegewürz etwas mit hizugeben. Darauf achten, dass der Sud alles bedeckt.

Einmachgläser mit dem Deckel sofort verschließen, einige Minuten auf den Kopf stellen, dann wieder herumdrehen. Das Vakuum könnt ihr überprüfen, wenn auf Fingerdruck der Deckel nicht mehr nachgibt. Das geschieht in der Regel während des Abkühlens. Dann könnt ihr die Gläser problemlos mindestens für 12 Monate lagern.

Ein paar Tage sollte die Rote Bete durchziehen, bevor ihr sie probiert. Lasst es Euch schmecken!

 

 

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Kategorien:Gemüse

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