Versunkener Apfelkuchen

Eigentlich sollte es hier heute endlich mal wieder ‘herzhaft’ zugehen, aber dieses Wetter hat mich zu einem spontanen Apfelkuchen verleitet. Der Blick in den Kühlschrank aber zeigte, dass er nicht so ganz auf diese Gelüste vorbereitet war.Der Blick in mein liebstes Backbuch -wenn es mal wieder einfach, schnell und ohne viele Zutaten gehen soll- blieb an einem “geschlupften Apfelkuchen” hängen. Der Name gefiel mir, und auch das Rezept erwies sich als so unkompliziert, dass der Kuchen bereits vor dem Frühstück im Ofen war.Allerdings habe ich an dem Rezept noch ein paar Änderungen vorgenommen, damit er (durch Mandeln und Marzipan) noch saftiger wird. Wenn man mit der Gabel in den Kuchen sticht, hört man es ihm richtig an! Probiert ihn aus – wie immer auch bestens für Marzipangegner geeignet! 😉

Versunkener Apfelkuchen

Versunkener Apfelkuchen

Zutaten (für eine 26er Springform / abgewandelt nach einem Rezept aus “Backen! Das Gelbe von GU“):

850g säuerliche Äpfel (z.B. Elstar, Cox Orange)

Saft 1 kleinen Zitrone

4 TL Vanillezucker

3 Eier

100g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

120g Mehl (Type 550)

4 gehäufte EL gemahlene Mandeln

50g Honig-Marzipan

1 TL Weinsteinbackpulver

1/2 TL Ceylon-Zimt

6 EL Pflanzenöl

50g Butter

Hagelzucker

Den Backofen auf 200°C vorheizen, die Form fetten und dünn mit Mehl ausstäuben. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit dem Saft einer Zitrone beträufeln, damit sie nicht braun werden.

In eine Teigschüssel die Eier geben, und Zucker, Salz, Vanillezucker und Zimt hinzufügen. Mit einem Handmixer schaumig rühren. Anschließend das Mehl, Backpulver und die gemahlenen Mandeln hinzugeben und unterrühren. Zum Schluss noch das Öl zügig unter den Teig ziehen.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben (sieht zunächst wenig aus, aber der Kuchen geht gut auf), die Marzipanmasse in kleine Stücke zerrupfen und auf dem Teig verteilen. Anschließend die Apfelspalten hinzugeben und so verteilen, dass der ganze Teig bedeckt ist. Leicht andrücken, damit der Teig sich gut verteilt.

Noch etwas Rohrohrzucker und ein bisschen Zimt auf die Äpfel streuen. Dann die Springform in den Ofen (mittlere Schiene) für ca. 50 Minuten geben.

Der Kuchen ist fertig, wenn eine schöne goldene Farbe angenommen hat. Im ausgeschalteten Backofen bei leicht geöffneter Tür noch ca. 10 Minuten etwas auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen, und sodann löffelweise über den noch warmen Kuchen geben. Mit Hagelzucker bestreuen und schmecken lassen.

Versunkener Apfelkuchen

Tipp: Wandelt den Kuchen so ab, wie es gerade von den Vorräten passt. Mandeln, Marzipan und Zimt könnt ihr auch ganz weglassen, oder ihr nehmt andere Früchte / Nüsse, wie es Euch gerade beliebt.

Saftiger Orangenkuchen

Ihr kennt ja nun inzwischen schon meine Vorliebe für einfache, und schnell gemachte Kuchen. Auch zu sättigend dürfen sie nicht sein. Zu Ostern soll es wieder ein Kuchen aus dieser Kategorie sein, denn an diesen Tagen wird ja sowieso zumeist schon sehr viel gegessen, und damit am Ende das obligatorische Stück Kuchen noch passt, hier gleich das Rezept.

Toll an dem Rezept ist übrigens, dass ihr ihn praktisch komplett (bis auf die Orangen) aus üblichen Vorräten backen könnt. Also auch ein tolles Rezept für Spontankuchengelüste. Wenn möglich, sollte er aber einen Tag durchziehen können.

Lasst Euch auch nicht von dem Olivenöl abschrecken – es ist praktisch nicht zu schmecken und sorgt für ein feines Aroma. In Italien ist es auch üblich, Rührkuchen mit Olivenöl zu backen. Einen der besten Kuchen dieser Art durfte ich auch damals in Rom bei einem Arbeitskollegen probieren. Natürlich von der Nonna gebacken nach einem Geheimrezept, und so suche ich schon gefühlt seit Jahren nach einem Kuchen, der so schmeckt. So, im Sinne von “nach Italien”. Herrlich saftig und nach Orangen durftend!

 

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Jetzt, wo es noch die letzten Saftorangen gibt, lasst es auf einen Versuch ankommen. Dann die Augen schließen, ein Stück abbeißen und an Italien denken! Alternativ könnt ihr ihn auch mit anderen Zitrusfrüchten backen. Bei Zitronen müsst ihr die Saftmenge aber wahrscheinlich auf die Hälfte herunterrechnen und etwas mehr Zucker verwenden.

Zutaten (Rezept abgewandelt nach ziikocht – für eine Kastenform):

3 Eier

180 g Rohrohrzucker

250 g Mehl (Type 550)

1/2 TL Weinsteinbackpulver

1/4 TL Natron

1/4 TL Salz

150 ml frisch gepresster Orangensaft (ca. die Menge von 3 Saftorangen)

150 ml gutes Olivenöl

2 EL Holunderblütenlikör (alternativ: was ihr gerade vorrätig habt)

Orangenabrieb von 3 Orangen

80 g Puderzucker

Zitronen- oder Limettensaft

 

Den Backofen auf 180°C vorheizen, eine Kastenform leicht mit Olivenöl ausfetten und mit Polentagrieß oder Mehl dünn ausstäuben.

In eine Schüssel das Mehl, Natron, Backpulver und Salz geben und gut vermischen.

Die Eier in eine große Schüssel geben und leicht mit einem Handmixer oder in der Küchenmaschine aufschlagen. Währenddessen den Zucker gleichmäßig einrieseln lassen. Dann noch auf einer höheren Stufe ca. 5 Minuten weiterrühren. Die Masse sollte fester werden und sich weißlich verfärben, dann ist sie gut.

In der Zwischenzeit die Orangen unter heißem Wasser abwaschen, die Schale abreiben (ihr braucht ca. 1 EL Abrieb für den Teig und noch einmal 1 TL für die Glasur) und dann den Saft auspressen. Den Abrieb (1 EL ) zum Saft geben und auch den Holunderblütenlikör hinzugeben.

Nun abwechselnd in drei Portionen die Mehlmischung und die Saftmischung unter die Eier-Zucker-Masse geben. Nicht zu lang rühren, es sollte nur leicht verrührt werden, bis der Teig eben wirkt.

Achtung: ganz am Schluss erst das Olivenöl mit einem Holz- oder Plastiklöffel unterrühren. Es sollte nicht schnell mit einem Mixer aus Metallrührern vermischt werden, da es ansonsten bitter werden könnte.

Nun den Teig in die Kastenform füllen und sofort in den Ofen geben. Für etwa 45-60 Minuten (je nach Ofen) auf der mittleren Schiene backen.

Nach dem Backen etwas auskühlen lassen, vorsichtig stürzen und mit der Glasur bestreichen. Für die Glasur den Puderzucker mit etwas Zitronen- oder Limettensaft (so viel, bis ihr die richtige Konsistenz habt – nicht zu flüssig werden lassen) und 1 TL Orangenabrieb vermengen. Die Glasur sollte noch ca. 30 Minuten trocknen, und dann geht es an’s Probieren!

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Frohe Ostern!

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Brownies mit Käsekuchenguss und Heidelbeeren

Wenn wir keine Gäste haben, und der sonntägliche Kuchenappetit spontan aufkommt, suche ich nie lang nach einem Rezept, sondern backe nach den Zutaten, die die Küche so hergibt. Wie meistens lese ich nach dem Aufwachen in meinen abonnierten Blogs, und manchmal wird dann direkt vor dem Frühstück losgebacken.Wir haben heute sehr lang geschlafen, da wir immer beim dem jährlichen Trödelmarkt an der Gruga einen Stand haben, und das bedeutet dann auch an einem Samstag im Jahr gegen 04.15 Uhr aufzustehen. Es hat sich aber gelohnt – der Keller ist zur Hälfte gellert. 🙂 Auf jeden Fall braucht es dann einen Kuchen, der auch prima vor einem sehr, sehr späten Frühstück vorbereitet werden kann. Für dieses Rezept waren es keine zehn Minuten!

Geschmacklich sind die Brownies sehr fein, nicht so ’schwer’ wir klassische Schokoladenbrownies durch den Käsekuchenguss und die Beeren. Beim nächsten Mal würde ich sogar eher Kirschen oder Himbeeren nehmen, die Säure der Früchte passt vielleicht sogar noch etwas besser. Nehmt einfach das Obst, das ihr gerade in greifbarer Nähe habt, es kann eigentlich nur gut werden!

Brownie mit Käsekuchenguss und Heidelbeeren

 

 

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Im Originalrezept kommt keine Sahne in den Käsekuchenguss, aber ich kenne aus unserer Familie folgenden Hinweis: ein echter Käsekuchen braucht immer etwas Fett. 😉

Und da es endlich mal nicht regnet, gibt es die Brownies sogar auf dem Balkon, während unsere Köpfe von Hummeln und Bienen umschwärmt werden. Darum gibt es heute auch ein paar Extrafotos nach dem Rezept.

Zutaten (für eine kleine Brownieform, ca. 25x25cm / Rezept abgewandelt nach grain de sel ):

65g weiche Butter

180g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Prise Salz

3 Eier

40g Mehl (Type 500)

6 EL Kakao

60g grob gehackte Schokolade (40g Zartbitter + 20g Vollmilch)

250g Magerquark

1/2 Becher Sahne

1 TL Speisestärke

200g Heidelbeeren (oder z.B. Himbeeren / Kirschen)

 

Zunächst den Backofen auf 180°C vorheizen.

In eine Schüssel die weiche Butter, 100 Gramm Zucker und eine Prise Salz geben. Alles gut in der Küchenmaschine ca. 5 Minuten aufschlagen, bis die Masse leicht schaumig aussieht. Zwei Eier nacheinander dazu geben und weiterrühren.

Währenddessen das Mehl und den Kakao in eine kleine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Beides anschließend in die Butter-Zucker-Ei-Masse geben und gut verrühren. Die Schokolade grob hacken und leicht unter die Masse heben.

Für den Käsekuchenguss in eine Schüssel Magerquark, Sahne, den restlichen Zucker (100 g) , 1 TL Vanillezucker, Speisestärke und 1 Ei geben. Gut verschlagen und die gewaschenen Heidelbeeren vorsichtig unterheben.

Eine Form mit Backpapier auslegen, gut 4/5 der Browniemasse hineingeben und verstreichen. Dann den Käsekuchenguss mit den Heidelbeeren darüber geben, und den Rest des Brownieteigs klecksweise auf den Guss geben. Mit einer Gabel leichte Spiralen durch den Teig für die Marmorierung ziehen.

Auf der mittleren Schiene ca. 35-40 Minuten backen und auskülen lassen.

 

Hier geht es zu unserem Balkon:

 

SalbeiSalbeiblüten

englische Roseenglische Duftrose

Tomatefleißig wachsende Tomaten

 

Kartoffelblüteblühende Kartoffeln

 

SpinneMitbewohner: Spinnen…

 

Honigbiene und Salbei…Honigbienen…

 

 

Hummel und Basilikum…und Hummeln.

 

Ich wünsche Euch noch einen schönen ruhigen Nachmittag,  und ein gutes Finalspiel heute Abend!