Haferkekse

Es wird Frühling! Dieser Sonntag hat alles was es braucht, um die Winterzeit zu vergessen. Die Vögel zwitschern, der Himmel leuchtet blau, eine Tasse Kaffee…und dazu ein Keks. Dieser den Kaffee begleitende Keks sollte aber nicht so schwer und schokoladig sein, sondern auch zu dem frühlingshaften Wetter passen.

In der aktuellen amerikanischen Ausgabe der Zeitschrift  “Saveur” (sehr empfehlenswert ist übrigens die digitale Version für das Tablet) findet sich ein Rezept für sog. “ANZAC Biscuits”. Dabei handelt es sich um ein Rezept für australische Cookies, die ursprünglich während des letzten Weltkriegs für australische und neuseeländische Soldaten (Australian and New Zealand Army Corps) als Proviant entwickelt wurden. Sie eigneten sich besonders gut Aufbewahrung, da sie ohne Ei gebacken wurden.

In der heutigen Zeit sind sie besonders praktisch, wenn ihr auf die Schnelle Kekse backen möchtet, und beim Blick in den Kühlschrank feststellt, dass die Eier ausgegangen sind, ihr aber trotzdem gern innerhalb der nächsten 20 Minuten in einen knusprigen Keks hineinbeißen möchtet. 😉

Sie sind frisch aus dem Ofen herrlich knusprig und schmecken ein bisschen wie süßes Popcorn.

Zutaten (für ca. 35 Stück – abgewandelt nach “Saveur“):

225 g Haferflocken

150 g Kokosflocken

160 g Weizenmehl (Type 550)

150 g Rohrohrzucker

110 g Butter

40 g Sirup (hell)

70 g heißes Wasser

1 1/2 TL Natron

Ceylon-Zimt

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Zunnächst alle trockenen Zutaten (bis auf das Natronpulver) in in eine Schüssel geben und leicht miteinander vermengen – dann auf die Seite stellen.

In einem kleinen Topf die Butter und den hellen Sirup auf dem Herd erhitzen, bis sich die Masse gänzlich aufgelöst hat.

Das Natronpulver in kochendem Wasser auflösen und zu dem Butter-Sirup-Gemisch geben. (Natron riecht immer etwas streng bei Kontakt mit Wasser, aber nach dem Backen ist davon nichts mehr zu merken.) Alles miteinander vermengen und in die Schüssel zu den trockenen Zutaten geben.

Pro Keks etwa die Menge von 2 TL Teig abstechen und auf einem Backblech zu einem Keks leicht flach drücken. Pro Blech könnt ihr etwa 10-12 Kekse backen.

Tipp: Nehmt ein rundes Backförmen und drückt den Teig hinein, das geht dann ganz schnell und sorgt für gleichförmige Kekse.

Auf der mittleren Schiene ca. 15 Minuten backen, bis sie eine schöne Farbe angenommen haben.

Dazu eine Tasse Kaffee!

Chocolate Chip Cookies

In dieser Woche machte ich einen interessanten Fund in einer alten Umzugskiste, die schon Jahre im Keller verbracht hatte. Die Kiste war seit knapp zehn Jahren unangetastet, und zum Vorschein kamen viele alte Briefe. Viele von ihnen aus Frankreich, Großbritannien, Argentinien und den USA. Sie waren ganz aus meiner Erinnerung verschwunden.Vor gut 15 Jahren gab es über die Deutsche Post eine Aktion, die sich Letternetnannte. Es gab dort die Möglichkeit sich zu registrieren, und Kontakte zu Menschen aus der ganzen Welt über Brieffreundschaften zu knüpfen. Zeitweise waren wohl bis zu 500.000 Menschen dort angemeldet. Ich gehörte auch dazu, und schrieb mir über Jahre Briefe mit mit jungen Menschen aus der ganzen Welt. Ein halbes Leben später ist es ein merkwürdiges Gefühl, diese Briefe wieder in den Händen zu halten.Zeigt es doch ganz deutlich, dass früher vieles ganz anders war, bevor die intensive Nutzung des Internets selbstverständlich wurde. Ich erinnere mich noch sehr gut, dass es immer ein besonderer Moment war, einen Brief in den Händen zu halten, der eine Reise um die halbe Welt gemacht hatte.

Anfang diesen Jahres wurde Letternet eingestellt, da nur noch wenige Menschen diese Möglichkeit nutzten. Auch ich habe meine damaligen Brieffreundinnen nun erst einmal im Internet gegoogelt. Zum Beispiel Amber aus Ohio – sie lebt noch mitten im Bible Belt und hat bereits eine eigene, große Familie. Früher habe ich mir Ohio immer als weites Land voller Felder, weißer Holzhäuser und auf der Veranda sitzenden Menschen vorgestellt. Sie saßen im Schatten vor der Mittagshitze geschützt, tranken eisgekühlte Zitronenlimonade und aßen dazu Chocolate Chip Cookies.

Sicherlich, das Bild hat sich bei mir inzwischen auch geänadert, aber der Appetit auf Cookies blieb. Da passte es, dass Jennifer just ein paar Tage zuvor ihr ein Cookierezept vorstellte. Hier ist meine angepasste Version für Euch:

Zutaten (für ca. 20 Cookies – abgeändert nach einer Idee von fleur du poirier):

Wichtig: Teig sollte eine Nacht vor dem Backen im Kühlschrank ruhen

100 g Butter (zimmerwarm)

140 g Rohrohrzucker

1 Ei

Mark einer Vanilleschote

110 g Mehl (Type 550)

60 g Weizenvollkornmehl

1 TL Weinsteinbackpulver

1 TL Natron

1/2 TL Fleur de Sel

etwas geriebene Muskatnuss

etwas geriebene Tonkabohne

1/4 TL Ceylon-Zimt

100g Zartbitterschokolade (70%)

50 g grob gehackte Macadamianüsse

Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer schaumig rühren. Nun das Ei und das Vanillemark hinzufügen. Anschließend alle trockenen Zutaten (Mehle, Backpulver, Natron, Salz, Muskatnuss und Tonkabohne) mit unterrühren.

Achtung: Muskatnuss und Tonkabohne gut dosiert frisch reiben, denn ansonsten kann es schon einmal Kopfschmerzen durch das enthaltene Coumarin geben. Tonkabohnen gibt es übrigens in der Apotheke oder im gut sortierten Feinkostladen. Sie sorgen für ein besonders feines Aroma.

Nun die Schokolade und die Nüsse grob hacken, und am Schluss noch mit unter den Teig geben. Den Teig leicht flachgedrückt in Frischhaltefolie wickeln, und (am besten über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Morgen den Backofen auf 175°C vorheizen. Vom Teig walnussgroße Kugeln abstechen und nicht zu eng auf ein Backblech geben (ca. 9 Kugeln pro Backblech passen gut).

Noch mit etwas Fleur de Sel bestreuen und dann für ca. 12 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Etwas auf dem Backblech abkühlen lassen, bevor sie auf ein Kühlrost kommen, da sie ansonsten zu Beginn noch leicht zerbrechen.

Versunkener Apfelkuchen

Eigentlich sollte es hier heute endlich mal wieder ‘herzhaft’ zugehen, aber dieses Wetter hat mich zu einem spontanen Apfelkuchen verleitet. Der Blick in den Kühlschrank aber zeigte, dass er nicht so ganz auf diese Gelüste vorbereitet war.Der Blick in mein liebstes Backbuch -wenn es mal wieder einfach, schnell und ohne viele Zutaten gehen soll- blieb an einem “geschlupften Apfelkuchen” hängen. Der Name gefiel mir, und auch das Rezept erwies sich als so unkompliziert, dass der Kuchen bereits vor dem Frühstück im Ofen war.Allerdings habe ich an dem Rezept noch ein paar Änderungen vorgenommen, damit er (durch Mandeln und Marzipan) noch saftiger wird. Wenn man mit der Gabel in den Kuchen sticht, hört man es ihm richtig an! Probiert ihn aus – wie immer auch bestens für Marzipangegner geeignet! 😉

Versunkener Apfelkuchen

Versunkener Apfelkuchen

Zutaten (für eine 26er Springform / abgewandelt nach einem Rezept aus “Backen! Das Gelbe von GU“):

850g säuerliche Äpfel (z.B. Elstar, Cox Orange)

Saft 1 kleinen Zitrone

4 TL Vanillezucker

3 Eier

100g Rohrohrzucker

1 Prise Salz

120g Mehl (Type 550)

4 gehäufte EL gemahlene Mandeln

50g Honig-Marzipan

1 TL Weinsteinbackpulver

1/2 TL Ceylon-Zimt

6 EL Pflanzenöl

50g Butter

Hagelzucker

Den Backofen auf 200°C vorheizen, die Form fetten und dünn mit Mehl ausstäuben. Die Äpfel schälen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit dem Saft einer Zitrone beträufeln, damit sie nicht braun werden.

In eine Teigschüssel die Eier geben, und Zucker, Salz, Vanillezucker und Zimt hinzufügen. Mit einem Handmixer schaumig rühren. Anschließend das Mehl, Backpulver und die gemahlenen Mandeln hinzugeben und unterrühren. Zum Schluss noch das Öl zügig unter den Teig ziehen.

Den Teig in die vorbereitete Springform geben (sieht zunächst wenig aus, aber der Kuchen geht gut auf), die Marzipanmasse in kleine Stücke zerrupfen und auf dem Teig verteilen. Anschließend die Apfelspalten hinzugeben und so verteilen, dass der ganze Teig bedeckt ist. Leicht andrücken, damit der Teig sich gut verteilt.

Noch etwas Rohrohrzucker und ein bisschen Zimt auf die Äpfel streuen. Dann die Springform in den Ofen (mittlere Schiene) für ca. 50 Minuten geben.

Der Kuchen ist fertig, wenn eine schöne goldene Farbe angenommen hat. Im ausgeschalteten Backofen bei leicht geöffneter Tür noch ca. 10 Minuten etwas auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen, und sodann löffelweise über den noch warmen Kuchen geben. Mit Hagelzucker bestreuen und schmecken lassen.

Versunkener Apfelkuchen

Tipp: Wandelt den Kuchen so ab, wie es gerade von den Vorräten passt. Mandeln, Marzipan und Zimt könnt ihr auch ganz weglassen, oder ihr nehmt andere Früchte / Nüsse, wie es Euch gerade beliebt.

Saftiger Orangenkuchen

Ihr kennt ja nun inzwischen schon meine Vorliebe für einfache, und schnell gemachte Kuchen. Auch zu sättigend dürfen sie nicht sein. Zu Ostern soll es wieder ein Kuchen aus dieser Kategorie sein, denn an diesen Tagen wird ja sowieso zumeist schon sehr viel gegessen, und damit am Ende das obligatorische Stück Kuchen noch passt, hier gleich das Rezept.

Toll an dem Rezept ist übrigens, dass ihr ihn praktisch komplett (bis auf die Orangen) aus üblichen Vorräten backen könnt. Also auch ein tolles Rezept für Spontankuchengelüste. Wenn möglich, sollte er aber einen Tag durchziehen können.

Lasst Euch auch nicht von dem Olivenöl abschrecken – es ist praktisch nicht zu schmecken und sorgt für ein feines Aroma. In Italien ist es auch üblich, Rührkuchen mit Olivenöl zu backen. Einen der besten Kuchen dieser Art durfte ich auch damals in Rom bei einem Arbeitskollegen probieren. Natürlich von der Nonna gebacken nach einem Geheimrezept, und so suche ich schon gefühlt seit Jahren nach einem Kuchen, der so schmeckt. So, im Sinne von “nach Italien”. Herrlich saftig und nach Orangen durftend!

 

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Jetzt, wo es noch die letzten Saftorangen gibt, lasst es auf einen Versuch ankommen. Dann die Augen schließen, ein Stück abbeißen und an Italien denken! Alternativ könnt ihr ihn auch mit anderen Zitrusfrüchten backen. Bei Zitronen müsst ihr die Saftmenge aber wahrscheinlich auf die Hälfte herunterrechnen und etwas mehr Zucker verwenden.

Zutaten (Rezept abgewandelt nach ziikocht – für eine Kastenform):

3 Eier

180 g Rohrohrzucker

250 g Mehl (Type 550)

1/2 TL Weinsteinbackpulver

1/4 TL Natron

1/4 TL Salz

150 ml frisch gepresster Orangensaft (ca. die Menge von 3 Saftorangen)

150 ml gutes Olivenöl

2 EL Holunderblütenlikör (alternativ: was ihr gerade vorrätig habt)

Orangenabrieb von 3 Orangen

80 g Puderzucker

Zitronen- oder Limettensaft

 

Den Backofen auf 180°C vorheizen, eine Kastenform leicht mit Olivenöl ausfetten und mit Polentagrieß oder Mehl dünn ausstäuben.

In eine Schüssel das Mehl, Natron, Backpulver und Salz geben und gut vermischen.

Die Eier in eine große Schüssel geben und leicht mit einem Handmixer oder in der Küchenmaschine aufschlagen. Währenddessen den Zucker gleichmäßig einrieseln lassen. Dann noch auf einer höheren Stufe ca. 5 Minuten weiterrühren. Die Masse sollte fester werden und sich weißlich verfärben, dann ist sie gut.

In der Zwischenzeit die Orangen unter heißem Wasser abwaschen, die Schale abreiben (ihr braucht ca. 1 EL Abrieb für den Teig und noch einmal 1 TL für die Glasur) und dann den Saft auspressen. Den Abrieb (1 EL ) zum Saft geben und auch den Holunderblütenlikör hinzugeben.

Nun abwechselnd in drei Portionen die Mehlmischung und die Saftmischung unter die Eier-Zucker-Masse geben. Nicht zu lang rühren, es sollte nur leicht verrührt werden, bis der Teig eben wirkt.

Achtung: ganz am Schluss erst das Olivenöl mit einem Holz- oder Plastiklöffel unterrühren. Es sollte nicht schnell mit einem Mixer aus Metallrührern vermischt werden, da es ansonsten bitter werden könnte.

Nun den Teig in die Kastenform füllen und sofort in den Ofen geben. Für etwa 45-60 Minuten (je nach Ofen) auf der mittleren Schiene backen.

Nach dem Backen etwas auskühlen lassen, vorsichtig stürzen und mit der Glasur bestreichen. Für die Glasur den Puderzucker mit etwas Zitronen- oder Limettensaft (so viel, bis ihr die richtige Konsistenz habt – nicht zu flüssig werden lassen) und 1 TL Orangenabrieb vermengen. Die Glasur sollte noch ca. 30 Minuten trocknen, und dann geht es an’s Probieren!

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Frohe Ostern!

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Brownies mit Käsekuchenguss und Heidelbeeren

Wenn wir keine Gäste haben, und der sonntägliche Kuchenappetit spontan aufkommt, suche ich nie lang nach einem Rezept, sondern backe nach den Zutaten, die die Küche so hergibt. Wie meistens lese ich nach dem Aufwachen in meinen abonnierten Blogs, und manchmal wird dann direkt vor dem Frühstück losgebacken.Wir haben heute sehr lang geschlafen, da wir immer beim dem jährlichen Trödelmarkt an der Gruga einen Stand haben, und das bedeutet dann auch an einem Samstag im Jahr gegen 04.15 Uhr aufzustehen. Es hat sich aber gelohnt – der Keller ist zur Hälfte gellert. 🙂 Auf jeden Fall braucht es dann einen Kuchen, der auch prima vor einem sehr, sehr späten Frühstück vorbereitet werden kann. Für dieses Rezept waren es keine zehn Minuten!

Geschmacklich sind die Brownies sehr fein, nicht so ’schwer’ wir klassische Schokoladenbrownies durch den Käsekuchenguss und die Beeren. Beim nächsten Mal würde ich sogar eher Kirschen oder Himbeeren nehmen, die Säure der Früchte passt vielleicht sogar noch etwas besser. Nehmt einfach das Obst, das ihr gerade in greifbarer Nähe habt, es kann eigentlich nur gut werden!

Brownie mit Käsekuchenguss und Heidelbeeren

 

 

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Im Originalrezept kommt keine Sahne in den Käsekuchenguss, aber ich kenne aus unserer Familie folgenden Hinweis: ein echter Käsekuchen braucht immer etwas Fett. 😉

Und da es endlich mal nicht regnet, gibt es die Brownies sogar auf dem Balkon, während unsere Köpfe von Hummeln und Bienen umschwärmt werden. Darum gibt es heute auch ein paar Extrafotos nach dem Rezept.

Zutaten (für eine kleine Brownieform, ca. 25x25cm / Rezept abgewandelt nach grain de sel ):

65g weiche Butter

180g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 Prise Salz

3 Eier

40g Mehl (Type 500)

6 EL Kakao

60g grob gehackte Schokolade (40g Zartbitter + 20g Vollmilch)

250g Magerquark

1/2 Becher Sahne

1 TL Speisestärke

200g Heidelbeeren (oder z.B. Himbeeren / Kirschen)

 

Zunächst den Backofen auf 180°C vorheizen.

In eine Schüssel die weiche Butter, 100 Gramm Zucker und eine Prise Salz geben. Alles gut in der Küchenmaschine ca. 5 Minuten aufschlagen, bis die Masse leicht schaumig aussieht. Zwei Eier nacheinander dazu geben und weiterrühren.

Währenddessen das Mehl und den Kakao in eine kleine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Beides anschließend in die Butter-Zucker-Ei-Masse geben und gut verrühren. Die Schokolade grob hacken und leicht unter die Masse heben.

Für den Käsekuchenguss in eine Schüssel Magerquark, Sahne, den restlichen Zucker (100 g) , 1 TL Vanillezucker, Speisestärke und 1 Ei geben. Gut verschlagen und die gewaschenen Heidelbeeren vorsichtig unterheben.

Eine Form mit Backpapier auslegen, gut 4/5 der Browniemasse hineingeben und verstreichen. Dann den Käsekuchenguss mit den Heidelbeeren darüber geben, und den Rest des Brownieteigs klecksweise auf den Guss geben. Mit einer Gabel leichte Spiralen durch den Teig für die Marmorierung ziehen.

Auf der mittleren Schiene ca. 35-40 Minuten backen und auskülen lassen.

 

Hier geht es zu unserem Balkon:

 

SalbeiSalbeiblüten

englische Roseenglische Duftrose

Tomatefleißig wachsende Tomaten

 

Kartoffelblüteblühende Kartoffeln

 

SpinneMitbewohner: Spinnen…

 

Honigbiene und Salbei…Honigbienen…

 

 

Hummel und Basilikum…und Hummeln.

 

Ich wünsche Euch noch einen schönen ruhigen Nachmittag,  und ein gutes Finalspiel heute Abend!

Zimtknoten (Kanelknuter)

Manchmal braucht alles seine Zeit. So auch dieser Blogbeitrag. Manche Menschen entscheiden sich für ein Sabbatical im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit. Bei mir ist es (ungeplant) ein Sabbatical vom Blog geworden, und ich weiß im Moment auch noch nicht, in welcher Häufigkeit sich hier wieder neue Beiträge einfinden werden. Schauen wir mal. 🙂

Die lange Pause möchte ich mit einem Gebäck unterbrechen, das in Deutschland durch den hohen Zimtanteil wahrscheinlich eher zum Herbst passt, in Schweden und Norwegen aber ganzjährig dazu gehört. In Stockholm haben wir während unseres Urlaubs nicht einen Tag auf die fika verzichtet, die mindestens eine Zimtschnecke und einer dampfenden Tasse Kaffee oder Tee beinhaltete. Seitdem habe ich immer mal wieder nach authentischen Rezepten gesucht, die allerdings zumeist Unmengen an Hefe enthielten, und somit leider den ganzen Geschmack des Gebäcks nimmt.

Wie immer, wenn es um ausgereifte Rezepte geht, wurde ich bei Lutz fündig. Er hat norwegische Zimtknoten gebacken, die ich euch heute in leicht abgewandelter Form hier vorstellen möchte.

Stellt euch vor, ihr sitzt an den Schleusen in Stockholm und beißt ein Stück dieser noch warmen Zimtknoten ab…

zimtknoten

slussen

Nun aber die Augen wieder öffnen, und weiter mit dem Rezept!

Zutaten: (Rezept abgewandelt nach Plötzblog für ca. 12 Zimtknoten)

Vorteig:

125 g Dinkelmehl (Type 630) (Weizenmehl geht natürlich auch)

125 g Vollmilch

1,5 g Frischhefe (mit den Fingerspitzen ein kleines Eckchen abknipsen)

Achtung: der Vorteig muss 12-18 Stunden ruhen!

 

Hauptteig:

Vorteig

375 g Weizenmehl (Type 550) + 1 EL extra

125 g Vollmilch

3 g Frischhefe

70 g Rohrzucker

100 g Butter (Zimmertemperatur)

3 g Salz

2 Kardamomkapseln (Samen entfernen und grob zermörsern)

 

Füllung:

75 g Butter (Zimmertemperatur)

30 g Zucker

2 TL Ceylon-Zimt

1 TL Vanillezucker

 

Die Zutaten für den Vorteig gut vermengen und 12-18 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. (Idealerweise am frühen Abend ansetzen, dann könnt ihr sie nach dem Frühstück vorbereiten.)

Am nächsten Morgen alle Zutaten für den Hauptteig (bis auf die Butter) in eine Schüssel geben, und am besten in einer Küchenmaschine erst 5 Minuten auf niedriger Stufe durchkneten. Der Teig bleibt dann noch recht bröckelig, daher jetzt die Butter in Stücken hinzugeben, und die Maschine noch einmal etwa 8-10 Minuten auf mittlerer Stufe weiterarbeiten lassen. Es kann sein, dass der Teig etwas zu klebrig ist. Dann einfach noch einen zusätzlichen EL Mehl hinzugeben. Der Teig ist gut, wenn er sich vom Schüsselrand löst.

Nun den Teig insgesamt eine Stunde abgedeckt gehen lassen – dabei nach 30 Minuten einmal kurz durchkneten und wieder ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung für die Zimtknoten vorbereiten.

Jetzt sollte der Teig so aussehen:

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Der Hefeteig klebt nur wenig, und kann prima mit den Händen durchgeknetet werden. Dann noch einmal leicht bemehlen und mit einem Nudelholz auf etwa 35×45 cm (wie es am besten passt) ausrollen.

Die Füllung auf die eine Hälfte des Teiges verstreichen, und zum Verschließen auch noch einen Rand übrig lassen.

hefeteig

Die unbestrichene Seite darüberklappen und die Kanten gut verschließen. Nun mit einem scharfen Messer den Hefeteig von der breiten Seite aus in ca. 10-12 Streifen schneiden.

hefeteig

Jetzt wird es etwas kniffelig… Ihr nehmt einen Streifen, legt ihn quer vor euch, legt einen Daumen auf das urspünglich offene Ende, und mit der noch freien Hand rollt ihr den Teig zu einer Spirale (ruhig möglichst fest).

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Ihr haltet das eine Ende weiter fest mit der Hand, und mit der anderen umschlingt ihr 2-3x eure festhaltendende Hand und packt die Teigenden von unten in die Öffnung. Das Video eines norwegischen Bäckermeisters kann da auch ganz hilfreich sein… 😉

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Die Teigknoten nun noch einmal ca. 45 Minuten gehen lassen, mit etwas Milch bepinseln und dann bei 180°C auf der mittleren Schiene rund 20 Minuten backen.

So, und dann nehmt ihr euch noch ein Stückchen eiskalte Salzbutter auf den noch warmen Zimtknoten, beißt hinein, schließt die Augen und seid wieder an den Schleusen in Stockholm…

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